Bedeutung

Was ist Visuelle Kommunikation?



Begriffsbestimmung

Visuelle Kommunikation (1. von frz. visuel → über spätlat. visualis, „zum Sehen gehörend“ (zu lat. visus, „(das) Sehen“); 2. lat. communicatio, „Mitteilung“),

Der Begriff Visuelle Kommunikation setzt sich aus den Begriffen Schauen und Sprechen zusammen. Bilder werden über die Wahrnehmung der Augen aufgenommen. Es ist neben dem Anschauen eines Bildes auch möglich, sich nach einer Beschreibung ein Bild vorzustellen. Mit visueller Kommunikation sollen die Gefühle und die Sinne angesprochen werden. Visuelle Kommunikation wird besonders auch in der Werbung benutzt. Dabei geht es darum, den Augen etwas zu vermitteln und durch die Augen eine Wahrnehmung zu erzeugen.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Bilder erzeugen Emotionen und wecken Wünsche, sie begeistern, faszinieren und beeindrucken. Bilder visualisieren in der Kommunikation all das, was wir über die Augen aufnehmen und verarbeiten. Wir schließen die Augen und schon stellen wir uns im Geiste ein Bild vor. Mit der visuellen Kommunikation werden Gefühle und Sinne angesprochen und dabei sind die Augen unsere Sensoren / Empfänger, mit denen Zeichensprache, Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und Lichteffekte besser und intensiver wahrgenommen werden können als geschriebener und gesprochener Text.

Der Mensch denkt, träumt, redet und erinnert sich in Bildern. Wie wichtig der erste Eindruck ist, belegen zahlreiche Studien. Eine bekannte Studie des Max Planck Instituts für Wirtschaft hat herausgefunden, dass schon 150 Millisekunden ausreichen, um im Kopf unbewusst einen ersten Eindruck vom Gegenüber zu manifestieren. Den ersten Eindruck erhalten wir dadurch, dass wir visuell kommunizieren. Visualisierte Kommunikation meint alles, was ohne Worte auskommt. Also Gemaltes und Gezeichnetes, Fotografien, Drucke oder Filme, kommunizieren durch Bilder. Wir nehmen Farben und Dinge wahr und erzeugen in unserem Gedächtnis ein neues Bild.

80 Prozent aller Informationen nehmen wir über die Augen wahr. Bilder erfassen wir schneller als andere Information und für unser Unterbewusstsein spielt es keine Rolle, ob das Bild realistisch ist oder nicht. Außerdem haben wir Menschen die Fähigkeit, uns hervorragend an die bereits gesehenen Bilder zu erinnern und um diese in unserem Kopf abzurufen. Auch wenn wir uns also von einem Bild eigentlich gar nicht beeindrucken lassen wollen, hat unser Unterbewusstsein einen ersten Eindruck gespeichert.

Bildersprache in den Onlinemedien

Bilder erzeugen Emotionen und wecken Wünsche, sie begeistern, faszinieren und beeindrucken, aber sie können auch das Gegenteil verursachen. Die Unternehmenskommunikation nutzt gezielt Bilder, denn Bilder visualisieren in der Kommunikation all das, was wir über die Augen aufnehmen und verarbeiten. Bildsprache und Werbung für Unternehmen bedeutet die Zusammenstellung aussagekräftiger Bilder. Der Grund ist: Forschungen belegen, dass das Gehirn überwiegend auf emotionale Werbung reagiert.

Emotionen werden vornehmlich von Reizen hervorgerufen, die die rechte Gehirnhälfte ansprechen. Darunter fallen insbesondere auch nicht-sprachliche Reize, wie Bilder. Des Weiteren werden Bilder als sehr glaubwürdig empfunden, da sie die Wirklichkeit abbilden, bzw. abzubilden scheinen. Alle diese Punkte spielen eine wichtige Rolle für die Werbung. Besonders wichtig: Die durch Bilder vermittelten Emotionen sollten dem Image des Unternehmens entsprechen.

Wissenschaft und Studium

An zahlreichen Hochschulen wird Visuelle Kommunikation als Teilgebiet der Kommunikationswissenschaft als eigenständige Disziplin angeboten. Die Themenschwerpunkte im Grundstudium sind zumeist

  • Designgeschichte und Designtheorie
  • Medientechnologien
  • Medien- und Kommunikationswissenschaft
  • wissenschaftliche Arbeitstechniken.

Im Hauptstudium können je nach Studiengang und persönlicher Neigung spezielle Themen gewählt werden. Beispielsweise

  • Digitale - und Printmedien
  • Film- und Medienkunst
  • Zeichnung und Illustration
  • Corporate Design
  • Messe- und Ausstellungsdesign
  • Informationsstrukturen im öffentlichen Raum

Stellvertretend für die Ausbildung an deutschen Hochschulen möchten wir auf die Hochschule für Gestaltung (HFG) in Offenbach aufmerksam machen. Sie besteht seit mehr als 180 Jahren und bietet Lerninhalte, die in besonderer Weise Kunst, Medien und Design miteinander verbinden. Der 10-semestrige Diplomstudiengang ist in 2 Fachbereichen möglich: Design (Kommunikationsdesign & Medien) sowie Kunst (Kunst & Bühne). Ergänzend zur künstlerisch-gestalterischen Lehre werden theoretisch-wissenschaftliche Fächer angeboten. Die modulare Struktur fördert ein lehrgebietsübergreifendes Studium. Einzigartig macht die HfG, dass Theorie und Gestaltung, Experiment und Produkt, neue und alte Bilderzeugungstechniken zusammenwirken. www.hfg-offenbach.de

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